Wer war eigentlich Eduard Paulsen?

 

Das Kapitänshaus-Eduard-Paulsen wurde in den Jahren 1900 bis 1902 im Auftrag der Föhrer Familie des Kapitäns Eduard Paulsen, der zur alten Garde der Segelschiffkapitäne gehörte, geplant und gebaut. Es entspricht nicht den typischen Föhrer Kapitänshäusern „unter Reet“, die in den Jahrhunderten zuvor auf den Nordseeinseln gebaut wurden und die Sie überall in den Inseldörfern finden können. Dieser besondere Baustil hat eine interessante Bewandtnis:

Im Jahr 1898 gründete der Tübinger Arzt Dr. Karl Gmelin das Nordsee-Sanatorium und den Kurpark am Wyker Südstrand. Diese Anlagen wurden für wenige Jahrzehnte ein Brennglas für Kultur, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft ihrer Zeit. Gmelin entwickelte die Vision eines ganzheitlichen, gesunden Lebens und verstand sich darauf, führende Persönlichkeiten seiner Zeit zu vernetzen. So gewann er auch August Endell, Self-made-Architekt, Philosoph und Ästhet des Jugendstils, für sein Projekt, der u.a. durch die Gestaltung der Fassaden der Hackeschen Höfe in Berlin bekannt geworden war. In ihm fand Gmelin den passenden Gestalter für den Bau seiner Hauptgebäude im Föhrer Kurpark.

Eduard Paulsen war mit Dr. Gmelin bekannt, so dass es sich ergab, dass die Familie einen jungen Architekten aus der begleitenden Entourage Endells fand, der ihren Traum eines damals modernen und repräsentativen Hauses auf einem Grundstück namens „Zwischenwegen“ an der damaligen „Wyker Chaussee“ plante und umsetzte.

Wer war eigentlich Eduard Paulsen?

 

Das Kapitänshaus-Eduard-Paulsen wurde in den Jahren 1900 bis 1902 im Auftrag der Föhrer Familie des Kapitäns Eduard Paulsen, der zur alten Garde der Segelschiffkapitäne gehörte, geplant und gebaut. Es entspricht nicht den typischen Föhrer Kapitänshäusern „unter Reet“, die in den Jahrhunderten zuvor auf den Nordseeinseln gebaut wurden und die Sie überall in den Inseldörfern finden können. Dieser besondere Baustil hat eine interessante Bewandtnis:

Im Jahr 1898 gründete der Tübinger Arzt Dr. Karl Gmelin das Nordsee-Sanatorium und den Kurpark am Wyker Südstrand. Diese Anlagen wurden für wenige Jahrzehnte ein Brennglas für Kultur, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft ihrer Zeit. Gmelin entwickelte die Vision eines ganzheitlichen, gesunden Lebens und verstand sich darauf, führende Persönlichkeiten seiner Zeit zu vernetzen. So gewann er auch August Endell, Self-made-Architekt, Philosoph und Ästhet des Jugendstils, für sein Projekt, der u.a. durch die Gestaltung der Fassaden der Hackeschen Höfe in Berlin bekannt geworden war. In ihm fand Gmelin den passenden Gestalter für den Bau seiner Hauptgebäude im Föhrer Kurpark.

Eduard Paulsen war mit Dr. Gmelin bekannt, so dass es sich ergab, dass die Familie einen jungen Architekten aus der begleitenden Entourage Endells fand, der ihren Traum eines damals modernen und repräsentativen Hauses auf einem Grundstück namens „Zwischenwegen“ an der damaligen „Wyker Chaussee“ plante und umsetzte.

Zunächst von Eduards Großmutter, Mutter und Tante bewohnt, bezog Kapitän Eduard Paulsen das Haus nach weiteren Umbaumaßnahmen 1911 mit seiner zweiten Frau Johanna und Tochter Gertrud.

Eduard Paulsen selbst, im März 1876 in Boldixum geboren, war schon als junger Mann zu Vermögen gekommen. Nach seiner Konfirmation ging er zur See. Zunächst als Leichtmatrose und Matrose machte er bereits mit 22 Jahren,1898, sein Steuermanns-Examen. Nach seinem Dienst bei der Marine, wurde er zum Schiffer auf großer Fahrt geprüft und fuhr danach als 1. Steuermann für die Reederei Laeis in Hamburg. Bereits mit 27 Jahren wurde ihm vom Reeder zunächst die Führung des Vollschiffes „Palmyra“ und dann das 5-Mast-Vollschiff „Posen“ (die umbenannte „Preussen“, das bekannteste Schiff dieser Klasse im Königreich Preußen) anvertraut.

Eduard Paulsen verstand es hervorragende Segelleistungen bei vielen Kap-Horn-Umsegelungen herauszuholen und rettete die gesamte Besatzung der „Posen“ bei einem Brand und deren Untergang mit 5000 Kisten Dynamit an Bord. Danach führte er noch die Vollschiffe „Waltraude“ und „Woglinde“. (Eine Gemäldeabbildung der „Woglinde“ und ein originale Track-Karte mit dem täglichen Etmal der „Waltraude“ aus dem Nachlass von Kapitän Paulsen können Sie im Treppenhaus von Hausteil „Bi-de-Wyk“ bewundern). Im ersten Weltkrieg wurde Eduard Paulsen Obersteuermann eines Zeppelins und war an Luftangriffen auf England beteiligt. Er starb in der Zeit des 2. Weltkrieges mit 68 Jahren auf Föhr. Seine Tochter Getrud Peseke lebte bis 1982 im Haus ihres Vaters Eduard Paulsen. Im 2. Weltkrieg früh verwitwet, bewahrte Sie den Nachlass ihres berühmten Vaters auf. Teile seines Nachlasses sind heute im Föhrer naturkundlich-ethnologischen Dr.-Carl-Haeberlin-Friesenmuseum zu bewundern. Ein Besuch dort ist für inselgeschichtlich Interessierte sehr empfehlenswert.

Ihre Föhrer Gastgeberfamilie

Zunächst von Eduards Großmutter, Mutter und Tante bewohnt, bezog Kapitän Eduard Paulsen das Haus nach weiteren Umbaumaßnahmen 1911 mit seiner zweiten Frau Johanna und Tochter Gertrud.

Eduard Paulsen selbst, im März 1876 in Boldixum geboren, war schon als junger Mann zu Vermögen gekommen. Nach seiner Konfirmation ging er zur See. Zunächst als Leichtmatrose und Matrose machte er bereits mit 22 Jahren,1898, sein Steuermanns-Examen. Nach seinem Dienst bei der Marine, wurde er zum Schiffer auf großer Fahrt geprüft und fuhr danach als 1. Steuermann für die Reederei Laeis in Hamburg. Bereits mit 27 Jahren wurde ihm vom Reeder zunächst die Führung des Vollschiffes „Palmyra“ und dann das 5-Mast-Vollschiff „Posen“ (die umbenannte „Preussen“, das bekannteste Schiff dieser Klasse im Königreich Preußen) anvertraut.

Eduard Paulsen verstand es hervorragende Segelleistungen bei vielen Kap-Horn-Umsegelungen herauszuholen und rettete die gesamte Besatzung der „Posen“ bei einem Brand und deren Untergang mit 5000 Kisten Dynamit an Bord. Danach führte er noch die Vollschiffe „Waltraude“ und „Woglinde“. (Eine Gemäldeabbildung der „Woglinde“ und ein originale Track-Karte mit dem täglichen Etmal der „Waltraude“ aus dem Nachlass von Kapitän Paulsen können Sie im Treppenhaus von Hausteil „Bi-de-Wyk“ bewundern). Im ersten Weltkrieg wurde Eduard Paulsen Obersteuermann eines Zeppelins und war an Luftangriffen auf England beteiligt. Er starb in der Zeit des 2. Weltkrieges mit 68 Jahren auf Föhr. Seine Tochter Getrud Peseke lebte bis 1982 im Haus ihres Vaters Eduard Paulsen. Im 2. Weltkrieg früh verwitwet, bewahrte Sie den Nachlass ihres berühmten Vaters auf. Teile seines Nachlasses sind heute im Föhrer naturkundlich-ethnologischen Dr.-Carl-Haeberlin-Friesenmuseum zu bewundern. Ein Besuch dort ist für inselgeschichtlich Interessierte sehr empfehlenswert.

Ihre Föhrer Gastgeberfamilie